In genau einer Woche ist es endlich soweit: wir schlagen uns die Bäuche voll, beschenken unsere Liebsten, werden beschenkt, trinken Glühwein und lassen es uns so richtig gut gehen. Ihr Lieben, Weihnachten steht vor der Tür.

Aus diesem Anlass möchte ich euch noch schnell mit veganen Rezepten für das perfekte Dinner ausrüsten. Natürlich könnt ihr euch auch ein fertiges „Tofurky“ oder Seitanbratlinge besorgen, doch ich möchte euch zeigen, dass vegan auch günstig geht. Bei mir wird es deshalb dieses Jahr einen Linsen „Meatloaf“ geben. Dazu gibt es ganz traditionell Rotkohl, Kartoffelknödel und eine leckere Champignon „Bratensauce“. Ich habe schon ein wenig herumexperimentiert und kann sagen: nachmachen lohnt sich!

Für meinen „Meatloaf“ hatte ich glücklicherweise schon alles da. Das Gute daran ist, fasst alle Zutaten können ausgetauscht werden mit anderen. Unverzichtbar sind aber die Linsen. Ob rote, braune oder grüne ist jedoch ganz euch überlassen. Ich verwende für dieses Rezept grüne und braune Linsen. Beim Gemüse könnt ihr euch austoben. Ich hab mich für Karotten, Champignons, rote Zwiebeln, getrocknete Tomaten und Petersilie entschieden. Passend fände ich auch Sellerie und Paprika. Für Experimentierfreudige wären Rosinen und Walnüsse auch eine Idee. Seid kreativ. Gemeinsam in einem großen Topf gekocht, sollten die Linsen unbedingt super weich werden. Keine Sorge, umso „matschiger“, desto besser.

Um unser „Meatloaf“ zu binden, benötigen wir kein Ei. Wir vermengen einfach gemahlene Leinsamen mit Wasser und lassen es einige Minuten quellen. Dieses heben wir später unter die Linsenmasse.

Für mich ist der Spezialketchup der Clou. Schnell gemacht, bieten die Tomaten dem „Meatloaf“ den fruchtigen Gegenpol und durch die Gewürze und die leichte Schärfe vom Sriracha erhält das Ganze eine exotische Note. Diesen Ketchup wird es bei mir fortan regelmäßig geben.

Für die „Bratensauce“ können wir Pilze unserer Wahl verwenden. Ich benutze Champignons, aber auch Pfifferlinge sorgen für den gewissen Pfiff (Schenkelklopfer). Um nicht den herzhaften „fleischigen“ Umami-Geschmack zu vermissen, gebe ich gerne noch ein wenig Champignon-Sojasauce dazu. Diese ist in jedem „Asia“ Supermarkt erhältlich. Sie ist für unser Rezept zwar optional, doch wenn euch die Lust auf „deftige“ Speisen überkommt, dann ist die Sauce genau das Richtige für euch.

Beim Rotkohl und bei den Knödel muss ich gestehen, habe ich geschummelt. Ich habe die Miniknödel von Demeter verwendet und unter meinen Rotkohl aus dem Glas einen geriebenen Apfel, ein wenig Zimt und eine halbe gehackte, karamellisierte Zwiebel gegeben.

Mit diesem Gericht vermisst ihr ganz sicher kein Fleisch. Probiert es aus!

Frohe Weihnachten, Fränds!

Rezept

Linsen „Meatloaf“

300 g Linsen (braune, grüne, rote nach Wahl)

800 ml Gemüsebrühe (ggf. mehr)

1 EL Tomatenmark

1 rote Zwiebel

1 Karotte (fein gehackt)

1 Handvoll Champignons

1 Handvoll Petersilie

3 getrocknete Tomaten

3 EL gemahlene Leinsamen (Chiasamen gehen sicher auch)

(optional: ½ Paprika, 1 Sellerie, 1 EL Rosinen)

2 EL Paprika Pulver

1 EL Thymian

1 TL Cayenne Pfeffer

1 EL Knoblauchpulver

1 TL Kreuzkümmel

Salz und Pfeffer nach Geschmack

(alle Gewürze sind optional)

 

Spezial Ketchup

3 EL Tomatenketchup

1 EL Ahornsirup

1 TL scharfe Sauce (Sriracha)

1 TL Champignon-Sojasauce (aus dem Asia Laden. Alternativ: schlichte Sojasauce)

 

Champignon „Bratensauce“

1 EL Öl

1 kleine Zwiebel (gehackt)

2 EL Mehl

300 ml Gemüsebrühe

1 EL Sojasauce

1 TL Zitronensaft

1 TL Tomatenmark

250 g Champignons (in kleine Stücke geschnitten)

½ TL Thymian (getrocknet)

½ TL Salbei (getrocknet)

1 EL Weißwein Essig

1 EL Champignon-Sojasauce (optional)

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

Die Linsen gemeinsam mit dem klein geschnitten Gemüse (außer der Petersilie) in einen Topf geben und mit der Gemüsebrühe auf hoher Hitze zum Kochen bringen. Nun auf geringer bis mittlerer Hitze solange köcheln lassen, bis die Linsen butterweich werden. Bei mir hat das ca. 45 min gedauert. Bei Bedarf kann noch ein wenig Wasser nachgegeben werden.

Währenddessen die gemahlenen Leinsamen mit 6 EL Wasser verquirlen und beiseite stellen, bis die Linsen gar sind.

Nun die weichen Linsen gemeinsam mit der gehackten Petersilie, dem Leinsamen-„Ei“, den Gewürzen und den gemahlenen Haferflocken in eine große Schüssel geben und vermengen.

Für den Spezialketchup alle Zutaten miteinander verquirlen.

Zum Schluss die Linsenmasse in eine gefettete Kastenform geben, ohne sie zu fest anzudrücken (wie ich es leider getan habe), mit dem Spezialketchup bestreichen und für ca. 45 min bei 180° Grad (Ober- und Unterhitze) in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit das Öl für die „Bratensauce“ in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Das Mehl hinzufügen und ca. 30 Sekunden anbraten. Anschließend die Gemüsebrühe mit der Sojasauce, dem Zitronensaft und dem Tomatenmark hinzugeben und kurz bei starker Hitze aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und die Champignons hinzufügen und bei mittlere Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Den Essig und die Kräuter hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und der Champignon-Sojasauce (optional) abschmecken. Für weitere 3 Minuten bei geringer Stufe köcheln lassen.

Den Rotkohl nach Wunsch verfeinern und die Knödel (z.B. von Demeter) nach Packungsanweisung zubereiten.

Den Linsenbraten aus dem Ofen nehmen und mit den Knödeln, dem Rotkohl und der „Bratensauce“ anrichten. Et voilà! Guten Appetit und frohe Weihnachten, meine Elfen.

 

6 Comments

  1. Ohhh wie yummyyyy!!! Das Rezept muss ich unbedingt probieren!

    • Danke Liebes! Lass mich wissen, wie es geworden ist. Guten Appetit!

  2. Mmmmmh, das sieht köstlich aus!!!

    • Danke Danylein! Es schmeckt auch wirklich delish!

  3. Hmm legga legga! Ich will mehr solche Rezepte liebe Lydia!

    • Danke meine Liebe! Ich gebe mein Bestes